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In Berlin ist es, anders als mit anderen Sprachen, eine einfache Aufgabe einen Job als Deutschlehrer zu finden. Berlin ist eine beliebte Stadt für Auswanderer und viele Neuankömmlinge werden früher oder später Deutsch lernen wollen, um sich wohler zu fühlen und die Chancen einen Job zu finden erhöhen wollen. Somit ist die Nachfrage in der Stadt für gute Deutschlehrer konstant hoch und Schüler, die die Sprache lernen wollen sind relativ einfach zu finden. Trotz all dem können die ersten Schritte in Richtung Freelance-Lehrer unbehaglich sein.

Also, wenn du darüber nachdenkst ein privater Deutschlehrer zu werden, haben wir diesen Guide für den Anfang zusammengestellt. Wir beginnen damit uns die wichtigsten Faktoren anzugucken, die zu der Entscheidung führen privat unterrichten zu wollen.

Wer würde ein privater Deutschlehrer werden wollen?

Glücklicherweise werden Schullehrer in Berlin relativ gut bezahlt, verglichen mit anderen Ländern in der EU. Am Gymnasium verdienen Lehrer in Deutschland im Durchschnitt ungefähr 3000€ pro Monat und sind somit weit über dem Durchschnitt in Europa. Neben dem hohen Lohn ist ihr Job außerdem so fordernd, dass selbst wenn sie wollen nicht viel Zeit übrig bleibt private Schüler zu unterrichten. Die Kombination von flexibler Arbeitszeit und einem hohen Maß von Jobsicherheit bedeutet, dass nicht viele vollzeitangestellten Lehrer einen Anreiz haben in den Privatunterricht zu wechseln.

Der Fall sieht ein bisschen anders aus, wenn man sich Lehrer anguckt, welche in Sprachschulen als Deutschlehrer für Auswanderer angestellt sind.

In der durschnittlichen Sprachschule kannst du erwarten zwischen 13-15€ pro Stunde zu verdienen und dieser Job bietet weniger Sicherheit. Für solche Lehrer bietet es sich am meisten an zu privaten Schülern zu wechseln. Arbeit an einer Sprachschule nimmt gewöhnlich nicht den gesamten Tag in Anspruch, was bedeutet, dass man andere Schüler außerhalb der Sprachschule treffen kann. Ein paar (oder viele) Privatschüler nebenbei zu unterrichten kann ein großartiger Weg sein Dein Einkommen zu erhöhen.

Du musst jedoch aufpassen – manche Sprachschulen haben Klauseln in ihren Verträgen, welche ihren Lehrern verbieten Privatschüler zu nehmen. Versichere dich, dass deine Schule keine von diesen ist, bevor du den Weg weiter gehst.

Was man bei der Entscheidung privat zu unterrichten beachten muss

Es gibt viele Faktoren, die du beachten solltest, wenn du die Entscheidung triffst ein Privatlehrer zu werden, angefangen von der Einteilung Deiner Zeit bis hin zu Deiner Verantwortung Steuern zu bezahlen. Reden wir zuerst über das Geld.

Geld

Wie wir erwähnt haben kannst du erwarten etwa 15€ pro Unterrichtsstunde in einer Sprachschule zu verdienen.
Bei privaten Schülern kannst du für die gleiche Zeit 20-30€ verlangen – der Preis ist abhängig von deiner Erfahrung und ob du einige sehr spezielle Qualitäten vermitteln kannst, zum Beispiel fortgeschrittenes Deutsch für Geschäftsleute oder medizinische und technische Fachsprache für Experten in ihrem Gebiet. Das bedeutet, dass du das gleiche Einkommen wie in einer Sprachschule in nur der Hälfte der Zeit verdienen kannst.

Du musst jedoch auch bedenken, dass privater Unterricht ein saisonales Geschäft ist. Viele Menschen suchen nach einem Lehrer am Anfang des Jahres oder im Herbst und nehmen Stunden für einige Monate. Wie du herausfinden wirst können der Sommer oder die Weihnachtszeit einer herausfordernde Zeit darstellen. Während Weihnachten reisen viele Auswanderer zurück nach Hause zu ihren Familien und im Sommer sind sie damit beschäftigt Deutschland zu erkunden, was dich ohne Einkommen dastehen lässt.

Um die Wirkung der langsamen Monate einzuschränken solltest du zur Sicherheit etwas Geld von der Hauptsaison des Unterrichten ansparen.

Flexibilität

Einer der Hauptvorteile eines freiberuflichen Lehrers ist, dass du dir deine Zeit selbst einteilen kannst. In Sprachschulen bist du an von der Administration festgelegten Zeiten gebunden, doch als Privatlehrer kannst du dir deine eigene Arbeitszeit aussuchen. Wenn du ein Frühaufsteher bist kannst du den Arbeitstag früh beginnen und am Nachmittag Feierabend haben. Wenn du ein Morgenmuffel bist hast du die Option deine Unterrichtszeit an den Abend zu legen.

Natürlich kommt es hier auf das “wenn” an – du bist immer noch davon abhängig, wann deine Schüler Unterricht nehmen wollen. Du wirst jedoch merken, dass die beliebtesten Zeiten deiner Schüler eher am Abend liegen werden, wenn sie mit ihrer Arbeit fertig sind.

Das bedeutet aber nicht, dass du nicht am Morgen unterrichten kannst. Eine weitere Option ist immer online zu unterrichten – aufgrund von unterschiedlichen Zeitzonen kannst du immer Schüler finden, die in deinen frühen Tagesplan hineinpassen.

Administration

Der unangenehmste Teil eines Freelancers ist, dass du dich um deine eigenen Steuern kümmern musst. Wenn du mit Sprachschulen arbeitest kommt dieser Aspekt nicht zum Tragen, aber wenn du als Privatlehrer registriert bist hast du die eigene Verantwortung deine Steuern zu deklarieren und zu zahlen.

Als erstes musst du dich als Selbstständiger beim Finanzamt registrieren. Du kannst das per eMail erledigen oder in Person bei dem Amt in deiner Nähe. Um den Prozess möglichst schnell zu beenden solltest du alle notwendigen Papiere bereit haben. Wenn du einmal registriert bist solltest du sicherstellen, dass du weißt welche Steuern du wann bezahlen musst. Außerdem musst du bei einer staatlich anerkannten Krankenversicherung versichert sein. Für einen vollständigen Überblick bezüglich der korrekten Steuerabgabe kannst du diesen nützlichen Artikel zu Hilfe nehmen.

Zusammenfassung – Lass dir Zeit die richtige Entscheidung zu treffen

Wie mit jeder anderen Karriere hat die des Freelancers seine Vor- und Nachteile.
Bevor du also den Wechsel anstrebst, solltest du einige Zeit darüber nachdenken.
Fokussiere dich darauf, ob verbesserte Flexibilität und Einkommen dir wichtiger sind als die Stabilität, welche reguläre Unterrichtsjobs bieten.

Wenn du einmal alle wichtigen Aspekte des Freelance Unterrichten beachtet hast und dir vorstellen kannst diese Richtung einzuschlagen, musst du dich immer noch bei den Behörden registrieren und dich mit den Steuern auseinandersetzen, die du zahlen musst.

Wenn du all das erfolgreich hinter dich gebracht hast, musst du anfangen nach Schülern Ausschau zu halten. Wie du das am Besten anstellst werden wir dir in dem zweiten Teil dieses Artikels erklären.


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